Spektrale Empfindlichkeit des Auges

   From: Wolfgang.Strobl@gmd.de (Wolfgang Strobl)
Newsgroups: de.rec.fahrrad
Subject: Re: Standlicht am Rad - zaepf.gif (1/1)
Date: Sat, 24 Jun 1995 21:51:57 GMT
  

sontag@MahJongg.IN-Chemnitz.De (Ralph Sontag) wrote:

   >Wolfgang.Strobl@gmd.de (Wolfgang Strobl) writes:

>>Nein, rot sieht man erheblich schlechter. Daß man die roten Lichter
>>besser sieht, liegt daran, daß sie heller sind.

>Ich dachte bisher, dass man Rot erheblich besser sieht.
  

Nein. Das Auge hat sein Empfindlichkeitsmaximum bei hohen Intensitäten (i.e. Zapfen) irgendwo bei gelbgrün, bei niedrigen (Stäbchen, nur Schwarzweißsehen) noch weiter bei den kürzeren Frequenzen zum Blaubereich hin. Deswegen fällt Blaulicht ja auch im Dunkeln aus großer Entfernung so auf - das liegt nicht nur am Flackern.

Wir sind '93 hier schon mal durch das Thema durch, auch damals habe ich das anliegende kleine GIF-Bildchen mitgeschickt, das die spektrale Empfindlichkeit des Auges bei verschiedenen Helligkeiten zeigt. Ich habe es aus einem uralten Fischerlexikon abgescannt.


(Sorry für die Qualität, es sollte Bandbreite sparen)


   >Wegen dieser
>besseren Wahrnehmung soll sich Rot auch als Warnfarbe durchgesetzt
>haben.
  

Nun, von "durchgesetzt" kann man bei so etwas wohl kaum sprechen. Was den ursprünglichen Anlaß für die Auswahl der Ampelfarben gegeben hat, weiß ich nicht. Es gibt ja noch andere Kriterien. Etwa: wirkt die Farbe als Signalfarbe. Rot tut das angeblich, es heißt so viel wie "ich schmecke nicht". :)

   
    --
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