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Bonner Talweg
Solche Schadstellen - die im Foto genau so undeutlich herauskommen wie
sie bei zügigem Fahren sichtbar sind - sind vor allem im Herbst und
Winter gefährlich, hier sammelt sich der Dreck, hier frieren im Winter
die Pfützen fest und bilden Glatteis. Normalerweise würden diese von den
Autoreifen schnell "trockengefahren", der Radstreifen bewirkt,
daß dies verzögert geschieht, da Kfz einen größeren Abstand zum
Fahrbahnrand halten, auch wenn gar kein Radfahrer in der Nähe ist.
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Oxfordstraße / Kasernenstraße
Beim Entwurf der Radsymbole hat man offenbar nicht die Sparsamkeit der
zukünftigen Anwender bedacht: die Symbole passen in der Breite gar nicht
auf die Streifen. Entschädigt wird man hier durch die Vielfalt an
Oberflächentexturen: drei Oberflächen und vier Farben auf gerade mal 80
cm!
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Oxfordstraße
Der Radstreifen markiert in etwa die Breite, die eine geöffnete
Autotüre einnimmt, also die Fläche, die man unter gar keinen Umständen
mit dem Rad befahren sollte. Bei diesem Bild ist noch darauf hinzuweisen,
daß ein Radfahrer, der sich so eng an den Straßenrand quetscht, wie
dieser "Suggestivstreifen" suggeriert, in dieser leichten
Rechtskurve durch das parkende Auto auch die Sicht auf den weiteren
Straßenverlauf verliert. Wenn hier aus der durch das Auto verdeckten
Querstraße ein Auto auf die Fahrbahn vorzieht, oder ein Fußgänger auf
den Radstreifen tritt, liegt der Radfahrer auf der Nase - oder dem
nachfolgenden Kfz unter den Reifen.
Selbstverständlich kann man auf Höhe des Pkw auf Distanz gehen, den
Radstreifen ignorieren und im Kreuzungsbereich die ganze Spur
beanspruchen, und jeder erfahrene Radfahrer tut das auch.
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Aber
was soll dann der Radstreifen, außer
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Grundlos Streit mit Kfzbenutzern provozieren,
-
unerfahrene Radfahrer zum gefährlichen Kleben am Straßenrand zu
verleiten?
Die "Autospur" ist gerade eben mal so breit wie ein normaler
Pkw, die Radspur in Wirklichkeit ein halber Parkstreifen für den
Ladeverkehr, wie man der hier abgebildeten Beschilderung entnehmen kann.
Zu anderen Zeiten stellt der Radstreifen an dieser Stelle lediglich eine
Aufforderung zum Überholen mit unzureichendem Seitenabstand dar.
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Radspuren
machen Radfahrer unsichtbar. Die "eigene Spur" ist ja frei.
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Hier
sieht man ganz gut die Verteilung des Straßenraums. Hand aufs Herz:
möchten Sie hier rechts neben dem vorausfahrenden Pkw radfahren oder mit
diesem Seitenabstand überholt werden? Wer als Radfahrer bei Verstand ist,
fährt etwas links von der Markierung - etwa dort, wo beim vorausfahrenden
Pkw die rechten Reifen sind, beansprucht die kombinierte Spur also ganz.
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Die
Versuchung, sich hier rechts durchzuschlängeln ist groß. Aber Vorsicht:
da drohenAusfahrten!
Der Profi überholt natürlich wie üblich, also links - die linke Spur
ist hier übrigens komplett frei.
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Hinter
diesem Plakatständer könnte ein Kind auf die Fahrbahn laufen. Auch wegen
solcher Sichthindernisse ist es empfehlenswert, in etwa dort zu fahren, wo
dieser Pkw fährt. Es verschafft die nötigen Sekundenbruchteile zum
Ausweichen, aufgrund der größeren Distanz zum Fahrbahnrand, mehr noch
aber wegen der besseren Sichtlinie: man kann
früher
hinter das
Sichthindernis schauen.
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Mit
den richtigen Reifen kann man hier durchaus eine Stecklandung
produzieren. Der Radstreifen markiert auch hier einen Bereich der
Fahrbahn, den man besser nicht befahren sollte, weil man nie weiß, wo
sich ein Loch auftut - und schon gar nicht mit einem Fahrrad.
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Bertha-von-Suttner-Platz
Man ist versucht zu sagen: nett gemalt - aber wo ist der Sinn?
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Dies
sieht alles recht aufgeräumt auf. Wer erkennt hier auf Anhieb den Fehler?
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Angenommen,
diese Radfahrerin braucht wirklich all diese bunte Farbe und all diese
Pictogramme auf der Fahrbahn. Darf man dann wirklich davon ausgehen, daß
ihr bewußt ist, daß sie als Geradeausfahrer im weiteren Verlauf mit
schnellen Rechtsabbiegern von beiden Seiten rechnen muß?
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Wie
ordnet man sich hier ein, wenn man geradeaus fahren will? Wenn man rechts
abbiegen will?
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Der
Kardinalfehler aller Radwege und -spuren: Sortierung des Verkehrs nach Art
des Antriebs, statt nach gewünschter Fahrtrichtung.
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Kaiserplatz, Richtung Uni
Hmm ... der Parkstreifen scheint ein wenig schmal zu sein - ob das
evtl. auch ein Radstreifen ist?
Sollte man dann vielleicht einen freundlichen Polizisten bitten, dafür
zu sorgen, daß dieser schwarze Pkw an einer anderen Stelle legal geparkt
wird?
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Oops.
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Hallo
Partner, danke schön!
Mein spezieller Dank an die Bonner Polizei für
die regelmäßige Demonstration, daß Radstreifen vor allem zu einem
dienen: als Reserverflächen für den ruhenden Verkehr. Nein, ich meine
das überhaupt nicht ironisch.
Jeder erfahrene Radfahrer weiß, was diese Bilderserie nur sehr
unzureichend dokumentiert: daß Radwege in allen ihren Abarten, also auch
in der Form der neuerdings bei den Planern so beliebten Radstreifen das
Radfahren
umständlicher
und oft auch
gefährlich
machen,
letzteres vor allem für die jungen und die unerfahrenen Radfahrer.
Da freut es schon, wenn man bisweilen bemerkt, daß sie auch von
offizieller Seite zumindest für
überflüssig
gehalten werden.
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Prinz-Albert-Straße / Poppelsdorfer Allee
Durch Radstreifen vergrößert sich der durchschnittliche Abstand des
Kfzverkehrs vom Straßenrand, weil Autofahrer nach Möglichkeit vermeiden,
auf Radstreifen zu fahren, auch dann, wenn gar kein Radfahrer in der Nähe
ist.
Glasscherben, die normalerweise von den Autoreifen in wenigen Stunden
zu einem ungefährlichen Staub zerrieben und an den Straßenrand
geschleudert werden, bleiben deswegen auf Radstreifen länger liegen, oft
wochenlang.
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Aber
hier lieber nicht auf die Glasscherben achten, denn:
Steht da nun ein Auto hinter dem Plakatständer oder nicht? Na? (Nein,
ich kann's auch nicht sehen).
Der Radfahrer weiter vorn demonstriert, wo man vernünftigerweise
fährt: da, wo der Radstreifen aufhört. Der Radstreifen markiert auch
hier den unbenutzbaren, gefährlichen Teil der Fahrbahn.
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Im
übrigen ist die Fahrbahn zur Mitte hin auch besser. Im Bild kommt das
Loch, das hier von Lkw- und Busreifen gegraben wurde, leider nicht so gut
heraus.
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Das
Flickwerk bröckelt.
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Wer
denkt sich solche Verkehrsführungen aus? :-(
Dies ist der Gegenschuß zu Bild Nummer 19, man sieht hier den Plakatständer von der
anderen Seite. Wie unsinnig die Radstreifenführung ist, kann man nur
richtig nachfühlen, wenn man selber da langfährt.
Wenn man aus der Unterführung kommt (dort, wo das rote Auto hinfährt),
wird man im
weiten
Bogen am Straßenrand langgeführt,
bis zur Stelle, an der ich hier stehe (und wo es
genau so "abwegig" weitergeht).
Kein vernünftiger Mensch fährt so, man fährt natürlich da lang,
wo die Schienen verlaufen, rechts neben der rechten Schiene.
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