Lichtcomputer mit Basic-Briefmarke
In der Newsgroup de.rec.fahrrad beschrieb ich 1995 in dem Posting <4443m1$p33@omega.gmd.de> den hier abgebildeten "Lichtcomputer". Es war i.W. ein kleines schwarzes Plastikgehäuse in Form und Größe eines Kugelschreiberetuis, vorne zwei superhelle LED als Positionslicht, rechts zwei Taster zur Steuerung, innen eine Basic-Briefmarke (später dann eine nachgebaute Schaltung mit 16F84 unter Verwendung eines kompatiblen "Picbasic"-Compilers) sowie eine weitere Platine, in der i.W. zwei Power-FET dazu dienten, einen oder zwei Busch&Müller-Lumotec-Scheinwerfer mit dem am Steuerkopf montierten und als Stromquelle dienenden Friwo-Bleigelakku zu verbinden bzw. zwischen diesem und dem Dynamo umzuschalten.
Auszüge aus den damaligen Postings:
Was ist daran "computerisiert" ?
Daran ist computerisiert, daß hier ein ziemlich kleiner Computer (eine Basic-Briefmarke der amerikanischen Firma Parallax) über ein paar Power-FETs sowie ein Relais sämtliche vorhandenen Stromerzeuger und -verbraucher steuert: den erwähnten Akku, einen Seitenläuferdynamo, zwei Lumotec (einer mit 2,4W, der andere mit der o.a. Birne, rechnerisch ca. 5 W), zwei superhelle rote LED (vorne an der Stirnseite des Gehäuses), eine winzige Kontroll-LED für den Dynamo, sowie eine ziemlich laute Piezohupe. Betätigt wird das ganze durch zwei Druckknöpfe rechts am Gehäuse, in dem die "Basicbriefmarke" und die kleine Platine mit der Zusatzbeschaltung enthalten sind.
Das Gehäuse selber ist in Art eines Radcomputers oben auf dem Lenker befestigt, wie man in dem Bild recht gut sehen kann. Auf dem Bild sind auch die beiden nach vorne gerichteten LED sichtbar, sowie der obere, stärkere der beiden Scheinwerfer, und hinten, am Steuerkopf, der Friwo-Akku.
Ich habe ein passendes 5,2V 0,85A-Birnchen in einem zweiten B&M Lumotec, den ich als zuschaltbares Fernlicht am alten Rennrad benutze. Durch die vom Friwo gelieferte Überspannung dürfte es deutlich heller brennen als die rechnerischen gut vier Watt. Zusammen mit den mitbrennenden 2,4W (die sichtbar gelber und dunkler wirken) ergibt sich vermutlich das Äquivalent von acht bis zehn Watt. Durchgebrannt ist's mir bislang noch nicht, da ich es, wie gesagt, nur bei Bedarf zuschalte (ich benutze dafür eine Basic-Briefmarke, die von zwei Tastern gesteuert über Power-FETs und das Friworelais die beiden Schweinwerfer ansteuert). Aus gleichem Grunde gibt es auch kaum einen Unterschied in der Akkulebensdauer.
Die hauptsächlichen konstruktiven Hemmnisse waren damals der Sachverhalt, daß die verwendeten Scheinwerfer nicht potentialfrei waren (die Befestigungsöse war gleichzeitig Massekontakt) und daß die von der Briefmarke gelieferten etwa vier Volt Steuerspannung für eine saubere Ansteuerung der Power-FET nicht ausreichte.
Peugeot PR 60/L
Ein Gesamtbild meines Peugeot-Renntourenrades (das zwar noch Teil des familiären Fuhrparks ist, aber inzwischen als Oldtimer im Keller hängt) zeigt oben auf dem Lenker den Lichtcomputer von der Seite, den Friwo-Sockel (der Akku selber ist nicht aufgesteckt) sowie den Nordlicht-Seitenläufer. Die auf der anderen Seite der Gabel montierten beiden Scheinwerfer sind im genannten Bild nicht sichtbar.

