Mittleres Kettenblatt am Winterrad - ein Verschleißteil
Das unten gezeigte mittlere Kettenblatt der Dreierkombination des Fahrrades, mit dem ich bei schlechtem Wetter zur Arbeit fahre, habe ich kürzlich austauschen müssen, da die Kette bei kräftigem Antritt übersprang - ein Effekt, der normalerweise eher bei den kleineren Ritzeln hinten auftritt, vor allem dann, wenn man bei verschlissenem Ritzelpaket die Kette erneuert, ohne gleichzeitig das Ritzelpaket auszutauschen.
Das original montierte erste Kettenblatt (siehe Bild rechts, damals noch ohne Steighilfen) hat von 1995 bis 1999 durchgehalten, dann war es rundgetreten. Der Ersatz - mit Steighilfen - hielt nur ein paar Monate, dann hatte sich bei einem kräftigen Antritt die Kette zwischen den beiden äußeren Kettenblättern verkeilt und ein durch die Steighilfen strukturell geschwächtes Segment des mittleren Kettenblattes förmlich abgeknickt - Totalschaden. Ich habe dann von einem - inzwischen nicht mehr existenten - Bonner Fahrradgeschäft TA-Blätter ohne Steighilfen bestellen und einbauen lassen, in der Form hat das dann bis vor ein paar Wochen gehalten und - mehr oder weniger gut - funktioniert. "Mehr oder weniger" insofern, als daß sich die Kette gelegentlich zwischen mittlerem und kleinem Kettenblatt verkeilte und dann nur sehr schwer wieder aus der Verklemmung zu befreien war. Bei der Demontage stellte sich jetzt allerdings heraus, daß nur das innere und das äußere Kettenblatt von TA sind, das mittlere ist ein Exemplar von Shimano, recht ähnlich dem rundgetretenen Originalblatt, welches ich 1999 ausgetauscht und 2004 in http://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/unfahrbar/ abgebildet hatte.
Leider sind TA-Blätter nur schwer und schon gar nicht schnell zu bekommen. Also habe ich jetzt erst mal wieder ein Shimano-Kettenblatt mit Steighilfen (FC 6503, Ultegra, 42 Zähne) eingebaut, mal schauen, wie lange das hält.

Abgenudeltes Shimano-Kettenblatt, 42 Zähne, Rückansicht, Ostern 2008
Links
- FC 6503 Explosionszeichnung bei Paul Lange (PDF)
